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Mittwoch, 8. Juli 2015

BALKONIEN (Teil 2) : Salate und Blattläuse

Von meinen KRÄUTERN UND TOMATEN habe ich euch gestern in BALKONIEN (Teil 1) : KRÄUTER UND TOMATEN erzählt.(siehe dort)

Heute geht’s weiter mit:

SALATE

Dieses Jahr habe ich zum ersten mal versucht Salat anzubauen.

Doch leider hat es nicht sehr gut funktioniert. Nur ganz wenige haben überlebt. Ob ihnen die Gießmenge oder der Standort nicht zugesagt haben, weiß ich nicht. Versucht habe ich es mit den Pflücksalaten „Amerikanischer Brauner“ und „Baby Leaf“ sowie mit Feldsalat und Chinakohl.


Von diesen selbst ausgesäten Salaten haben nur ein paar Exemplare vom Chinakohl überlebt. Und die wachsen eher gemütlich vor sich hin. Hier seht ihr einen rechts unten stehen:


Nachdem sich der Erfolg hier also in Grenzen hielt besuchte ich den „Arche Noah Pop-Up-Store“ und deckte mich dort mit Salat-Jungpflanzen der Sorten „Venezianer“, „Forellensalat“ und „Lions Tongue“ ein. Hier im Bild seht ihr oben die Jungpflanzen und darunter ihre großen Geschwister vom 1. Arche Noah – Einkauf:


Und auch 2 Töpfchen mit 5-farbiges Mangold (Mangold „Five Colors“) begleiteten mich von dort aus nach Hause. Doch davon erzähl ich euch morgen ;o)


Nachdem die Jungpflänzchen sich bei mir wohlfühlten suchte ich den Store ein paar Wochen später nochmal auf, um Nachschub zu holen. Die Verkäufer dort konnten erst gar nicht glauben, daß der Salat bei mir in so kleinen Blumentöpfen (Durchmesser 18-20 cm) überhaupt was wird. Doch es funktioniert ;o)


Die „Zurück zum Ursprung“ - Salat-Jungpflanzen „Butterhäuptel-Mix“ (= Kopfsalat in rot und grün), die ich bei Hofer gekauft habe, halten sich mit dem Wachstum noch etwas zurück. Aber der Zuckerhut (auch von dort) hat schon schöne, große Blätter gebildet.

Zwar hätte ich gern alle Salat-Jungpflanzen behalten und angebaut, die ich mir gekauft hatte, doch leider hatte ich zu wenig Platz. Und wenn man sich solche Pflänzchen kaufen will findet man meist nur Sets mit 6 oder 12 Jungpflanzen auf einmal in einer Tasse.

Weil ich sie aber nicht wegwerfen wollte packte ich die Überzähligen ein und fuhr mit ihnen zu meinem Lieblings-Pflanzentauschtreff von Checkpot´s Pflanzenbörse ;o) Diesmal traf man sich bei einem großen Fest mit vielen Vereinen bei der U3-Station Ottakring.

Ich platzierte die Pflänzchen alle auf einem Tablett und stellte es oben auf meinen vor kurzem erwobenen 4-rädrigen "Sholley Trolley" (von ihm berichte ich euch irgendwannmal in einem eigenen Posting).



Als ich so mit der U-Bahn fuhr sprachen mich einige Leute an. Manche wollten wissen wo ich mit den Pflänzchen hinfahr und andere, wo ich das Wagerl her hätte ;o)  Am Ziel angekommen befestigte ich dann noch Info-Blätter am Wagerl, mit den Namen und Eigenschaften der Salate.

Am Ende dieses Postings füge ich euch noch ein paar Bilder und Infos meiner angebauten Salate ein ;o) 

SCHÄDLINGE

Es läuft also so weit gut mit den Salaten, doch leider suchten uns auch schon Blattläuse heim. Wir dachten auch erst, daß sie gemeinsam mit weißen Fliegen eingefallen seien, doch wir fanden heraus, daß die kleinen, weißen „Körper“ die wir auf den Pflanzen entdeckten „nur“ abgelegte Körperhüllen von Blattläusen waren. Die Biester häuten sich nämlich mehrmals ehe sie ihre endgültige Größe erreichen.


Beim ersten Mal habe ich übersehen, daß uns diese Schädlinge besuchen. Erst als man sie überall krabbeln sah entdeckte ich sie. Und das war an einem Abend, an dem ich keine Lust mehr hatte mich um die Krabbler zu kümmern. Also habe ich die befallenen Pflanzen alle in das Pflanzenregal gepackt, für das ich einen Kunststoffüberzug habe. Sie kamen also sozusagen in Quarantäne ;o)


Die restlichen Pflanzen schlichtete ich ans andere Ende des Balkons.


Am nächsten Tag stellte ich eine Lösung aus Wasser und Knoblauch her und besprühte damit die nicht-befallenen Pflanzen, damit die den Läusen nicht schmecken.

Die Salate aus der Quarantäne habe ich alle umgetopft und die Läuse vorsichtig von den Blättern abgewaschen. Danach habe ich auch diese Salate mit der Knoblauch-Lösung besprüht. Als letztes habe ich dann noch die Kunststoffabdeckung des Regals gesäubert. Seit dem stehen auch dort (wieder) viele Salate drin.

Und die geh ich nun gießen und kontrollieren. Und wenn ich da eine Blattlaus entdecke, wird sofort gehandelt ;o)

Morgen geht’s dann dort weiter mit:
BALKONIEN (Teil 3) : MANGOLD, PIZZA, EINE FETTE RAUPE UND WASSERMELONE

Schönen Abend,
Conny

P.S. Hier noch die versprochene Salat-Galerie:

LIONS TONGUE
Grasse-Salat, dunkelgrüne zugespitzte Blätter (Zungenform) auf dicken Blattstielen, sehr knackig, Verwendung wie Kopfsalat



VENEZIANER
Pflücksalat, grün, länglich, zartes Aroma, kann als Kopfsalat oder Schnittsalat angebaut werden, lange, gezackte Blätter


FORELLENSALAT
Butterkopf, rot gesprenkelt, kräftiger Geschmack, kleiner Kopf, relativ, frosttolerant


In der obersten Reihe: ZUCKERHUT
Auch als „Fleischkraut“ bekannt, Form ähnlich wie Chinakohl, geschmacklich bitterer, Er kann roh gegessen werden oder gekocht wie zB Chicoree. Am Bild seht ihr ihn in der obersten Reihe.
und
in der 3. Reihe: BUTTERKOPF MIX
Kopfsalat rot und Kopfsalat grün


CHINAKOHL (rechts unten)
Den kennt man eh ;o)



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